Konzeption / Pädagogische Grundsätze
Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern und zu begleiten und ihnen dadurch ein positives Selbstkonzept zu vermitteln. Dazu gehört, dass jedes Kind sich als handlungsfähig und Einfluss nehmend erfährt und seine Selbstwirksamkeit erproben kann. Im Vordergrund stehen dabei vom Kind erfolgreich erlebte Lernprozesse, die auf emotionalem Wohlbefinden und Engagiertheit basieren. Kinder sind von Natur aus neugierig und lernbegeistert. Sie streben danach, die Zusammenhänge und Vorgänge der Welt zu erforschen und zu verstehen. Unsere Kindertagesstätte bietet ihnen dafür ein breites Lernfeld, das durch gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung, Ko-konstruktiven Dialog und Partizipation geprägt ist. Eingebettet ist unsere pädagogische Arbeit in den christlichen Glauben, der den Menschen und somit auch das Kind, als Wesen in Beziehungen versteht. Angebot im pädagogischen Alltag Die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung findet nach dem halboffenen Konzept statt: Die Kinder sind den Gruppen zugeordnet, können ihre Aktivitäten aber nach eigenen Neigungen und Interessen frei wählen. Die Angebote im pädagogischen Alltag orientieren sich an den jeweiligen Themen und Entwicklungsständen der Kinder und werden von den Erzieherinnen ressourcenorientiert und gruppenübergreifend durchgeführt. Hier kommt der eingehenden Beobachtung eine elementare Rolle zu. Sie ist die Grundlage für die Einschätzung von Stärken und Fähigkeiten des Kindes, die Beurteilung des Entwicklungsstandes und das Erkennen von aktuellen Lern- und Interessensfeldern. Dadurch können die pädagogischen Angebote so gestaltet werden, dass Entwicklungsanlässe aufgegriffen und Lernanlässe geschaffen werden können. Schwerpunkte der Arbeit Sprache und Bilingualität Sprache (sprechen können) bedeutet Kommunikation, Verständigung, Verständnis. Sprache vermittelt Kontakt, schafft Gemeinschaft und Gemeinsamkeit. Sprache öffnet den Weg ins Leben – Fremdsprachen öffnen den Weg in die Welt. In der Villa Regenbogen werden die Kinder zweisprachig nach der Immersionsmethode (eine Person - eine Sprache) erzogen. Jeder Gruppe steht eine englischsprachige Erzieherin zur Verfügung, die den gesamten pädagogischen Alltag in der Zweitsprache Englisch gestaltet. So lernen die Kinder neben ihrer Muttersprache die Zweitsprache durch den alltäglichen Umgang und der handelnden Auseinandersetzung damit. Vorschularbeit Während des letzten Kindergartenjahres treffen sich die „Großen“ dreimal in der Woche in der „Wuppigruppe“. Neben den Abenteuern mit „Wuppi“, einem Programm zum Erwerb der Vorläuferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs (Phonologische Bewusstheit), durchlaufen die Kinder zusätzliche Projekte, die sie zur selbständigen Bewältigung ihres zukünftigen Schulkinderalltags befähigen sollen. Dazu gehören zum Beispiel Themen wie ein altersgerechtes Training zum Umgang mit Konflikten (M.U.T, miteinander umgehen trainieren), die selbständige Orientierung im eigenen sozialen Umfeld (z.B. Verkehrserziehung, Ortskenntnis, Polizei- und Feuerwehrbesuch) und die selbständige Bewältigung von Alltagsaufgaben und- Problemen (z.B. Wochenaufgabe). Der Übergang von der einen in die andere Bildungseinrichtung wird durch rege Kontakte mit der ortsansässigen Grundschule möglichst nahtlos gestaltet. Inklusion Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das einen Anspruch darauf hat in seiner Einzigartigkeit wahr- und angenommen zu werden. In unserer Tagesstätte wird Vielfalt als normal und erwünscht angesehen und gelebt. Dabei erfahren die Kinder, dass jeder Mensch anders ist und auf seine Art eine Bereicherung für die Gruppe und das tägliche Miteinander darstellt. Dies entspricht ganz den Grundsätzen des evangelischen Glaubens. Partizipation In der Villa Regenbogen ist die Beteiligung der Kinder an der Gestaltung der Gemeinschaft von großer Wichtigkeit. Dies beinhaltet die gemeinsame Organisation des Alltags genauso, wie die Lösung von Problemen oder die Einigung auf Regeln und Grenzen. Partizipation ist für den Fortbestand der Demokratie von zentraler Bedeutung, wobei gerade im Elementarbereich zu beachten ist, dass Lernschritte überwiegend durch die handelnde Auseinandersetzung vollzogen werden. Für den pädagogischen Alltag heißt das: Nur durch Beteiligung erlernen die Kinder den Umgang damit.
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